Wolfgang Engels virtuelles Schlüsselanhänger - Museum

Thema: Miniaturen

Was könnte eine bessere Werbung für ein Produkt sein als das Produkt selbst? Da aus Gewichts- und Kostengründen diese Lösung meistens nicht sehr wirtschaftlich sein dürfte, bedient man sich kleiner Abbildungen der Originale...Miniaturen eben.

Die meisten sind mit viel Liebe zum Detail gearbeitet und in manchen Fällen sogar genauso funktionell wie ihr Vorbild.

Diverse Gegenstände aus dem alltäglichen Leben kann man an der Kette wiederfinden.

Nr. 1-4: Diverse Gegenstände

Der Tesaband-Spender (1) ist sicherlich ein klassisch deutscher Artikel, welcher hier nicht fehlen darf. Seltsammerweise ist er als Anhänger fast schon eine Rarität.

Einer der wohl bekanntesten Hersteller von Stempeln ist die Firma Trodat. Neben dem normalen Adressen-Stempel (2), der aus Österreich stammt, ist das Museum auch in Besitz anderer Ausführungen wie z.B. dem typischen Datums-Stempel (o. Abb.).

Exponat Nr. 3 zeigt die in Deutschland üblichen Schilder zur Markierung von Gas- und Wasserleitungen bzw. entsprechenden Anschlüssen. Diese Mitbewohner des deutschen "Schilderwaldes" entstammen der Franken-Plastik Milton Bradley GmbH, welche die echten Schilder nach Vorgabe herstellt und mit individuellen Maßangaben bedruckt.

Eine der unscheinbaren Kostbarkeiten stellt Anhänger Nr. 4 dar. Das kleine Porzellanfläschchen sieht nicht nur so aus wie das große "Tabac After Shave", sondern es enthält auch das gleiche, brennende Rasier-Wässerchen.
Der Anhänger ist zudem ordnungsgemäß beschriftet. 4ml Inhalt bescheinigt man der kleinen Flasche.



Spieleanhänger sind sehr brauchbare Weggenossen, da sie nicht nur die Schlüssel am Verschwinden hindern, sondern auch gegen Langeweile helfen.
Wir werden hier u.a. einen Rubik-Würfel und andere Geduldsspiele zur Schau stellen.

Nr. 5-8: Spieleanhänger

Man muß wohl kurz vor seinem zweiten Geburtstag stehen wenn man mit den Karten des Schlüsselanhägers Nr. 5 ein zünftige Skatrunde aufziehen will. Ältere Semestern liegen die knapp 1.5 cm breiten und 2 cm hohen Karten schon etwas schlechter in der Hand. Doch das Blatt ist mit 32 Karten auf alle Fälle komplett.

Das Tonnenspiel von BASF (Nr. 6) und der Rubik-Würfel (Nr. 7) sind da schon handlicher und strapazieren eher die Abteilung für logisches und räumliches Denken als das Motorikzentrum unseres Gehirns.

Beim "Schiebepuzzle" stellt sich das Erfolgserlebnis schon mit deutlich weniger Aufwand ein. Exponat Nr.8 kommt aus den unendlichen Weiten der "Merchandizing"-Abteilung des Walt Disney Konzerns. Neben Daniel Düsentrieb gibt es natürlich auch viele andere Motive. Doch auf einem Denkspiel hat der Entenhausener Erfinder sicherlich einen Ehrenplatz verdient.



Werkzeuge und andere funktionstüchtige "Zwerge" gibt es viele und sie sind oftmals mindestens genauso praktisch wie die zuvor gezeigten Spieleanhänger.

Nr. 9-13: Werkzeuge

Der Diamond Minihefter (Nr. 9) arbeitet mit 7 mm breiten Heftklammern und ist zumindest für dünne Papierstapel uneingeschränkt tauglich.

Für den Gabelschlüssel von Conrad Electronic (Exponat 10) und die Noname Kombizange (Nr. 11) sieht es mit der Alltagstauglichkeit schon etwas schlechter aus. Die eine oder andere Schraube kann man mit ihnen schon bearbeiten, aber zu viel sollte man sich von den "Druckguß-Werkzeugen im Kleinformat" nicht erhoffen.

Bei dem 5-teiligen Original-Schweizer-Messer der Firma Victorinox (Nr. 12) sieht es da schon anders aus. Die Qualität von, Messer, Feile, Schere, Pinzette und Zahnstocher entsprechen auch in der "angekettenen" Version den Erwartungen.

Und wer beim "Zahnstochern" noch etwas Licht im Rachenraum benötigt, der sollte sich eine Taschenlampe von Mag Industries beschaffen, wie man sie als Exponat Nr. 13 in diesem Raum vorfinden kann.
Solitaire nennt sich der von einer Mignon-Batterie angetriebene Lampenzwerg und entspricht in seiner Bauweise den großen Modellen (Alugehäuse, spritzwasserdicht, etc.)

Technische Gegenstände mit "Funktion" aber ohne praktischen Wert, wenn sie als Schlüsselanhänger vorliegen, gibt es natürlich auch.
Kugellager haben da ihren besonderen Reiz, da das Spielen mit ihnen die Finer beruhigt und man sich als Kind auch nie so richtig vorstellen konnte wie so ein Ding überhaupt gebaut wird.

Nr. 14-17: Technische Gegenstände

Ein schönes Exemplar dieser Zunft ist Anhänger Nr. 14. Er ist ca. 20 Jahre alt und das Schild der Firma FAG wurde in die Kette integriert. Eine eher unübliche Kettenform.

Wo andere Firmen zum Modell Steckzapfen-Schlüsselanhänger greifen, da genügt es der Firma Gardena in das eigene Warensortiment zu greifen.
Mit einer ganz normalen Schlauchkupplung (Nr. 15) aus dem hauseigenen Bewässerungssystem wird im Handumdrehen ein origineller als auch technisch ausgefallener Doppelring-Anhänger.

Auch ohne echte Funktion können sich die beiden Energiesparlampen der Firma Philips sehen lassen. Das Modell SL (Nr. 16) zählt sicherlich mit zu den ersten "Birnen" dieser Bauweise und auch der Anhänger ist ca. 15 Jahre alt.
Neuer, aus beiderlei Sicht, ist Exponat 17, denn die 15W PL Leuchte mit ihren 3 "Leuchtbügeln" ist noch nicht ganz so lange im Program.



Komplexe Geräte in Kleinstform sind nun eigentlich der nächste logische Schritt sobald man seine Augen von den vorherigen Anhängern lösen kann.

Nr. 18-21: Geräte

Die Super 8 Filmkamera (18) der Firma Bauer ist als Steckmodell ausgeführt und dürfte ca. 30 Jahre alt sein. Schmalspurfilme sind schon lange nicht mehr modern.

Dieser Handfeuerlöscher (19) stammt von Minimax und wird als Anhänger sogar dem Namen gerecht. Es bleibt zu hoffen, daß die Originale jedoch mit mehr Pflichtbewußtsein gebaut werden, als man bei der Bemalung dieser Miniatur hat walten lassen.

Über viele Jahre hinweg hatte die Firma Braun die unterschiedlichsten Rasierapparate als Miniaturen unter die Leute gebracht. Exponat 20 ist damit nicht besonders einmalig.

Ganz anders sieht es da mit dem Schallpegelmesser (Nr. 21) des dänischen Herstellers Brüel & Kjær aus. Dieses knapp 20 Jahre alte Exponat ist in Deutschland sicherlich eine kleine Rarität.



Nachdem wir nun beim Lärm angekommen sind, sollten wir nun Reif für den Einstieg in die Welt der Technik sein. Beginnen wir mit dem ersten technischen Transportmittel der Menschheit. Es handelt sich hierbei natürlich um die Schiffahrt...


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Zuletzt geändert am 24.Jan.1998 von den "Museum" Webmastern.